Bis zu 99% Genauigkeit: multiparametrische Mammographie im MRT

Die optimale Brustkrebsvorsorge

In Deutschland erkrankt etwa jede achte Frau an Brustkrebs – Tendenz steigend. Rechtzeitig erkannt und behandelt sind die meisten Erkrankungen jedoch heilbar. Die multiparametrische MR-Mammographie ist dabei die mit Abstand genaueste und sicherste Untersuchungsmethode.

Das Mammakarzinom ist mit einem Anteil von mehr als 30 Prozent die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in allen Staaten der industrialisierten Welt. Ab dem 40., vor allem jedoch nach dem 50. Lebensjahr steigt das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, erheblich an. Ab 70 wird Brustkrebs dagegen wieder seltener. Brustkrebs kann allerdings in jedem Lebensalter auftreten, wobei leider immer häufiger auch junge Frauen erkranken.

Die gute Nachricht: Rechtzeitig erkannt und behandelt sind die meisten Brustkrebserkrankungen heilbar. Fünf Jahre nach der Diagnose sind mehr als vier von fünf Patientinnen noch am Leben.

Magenetresonanztomograph

Brustkrebs-Früherkennung: Warum MR-Mammographie?

Die multiparametrische MR-Mammographie ist die mit Abstand genaueste und sicherste Untersuchung der Brustdrüse zum Nachweis infiltrativer Tumoren.

Seit Jahren gibt es in Deutschland ein Mammographie-Vorsorgeprogramm. Dabei wird in einer Reihenuntersuchung eine Röntgen-Mammographie der Brust angefertigt. Die Erkennungsrate (Sensitivität) von Brustkrebs liegt dabei allerdings nur bei etwa 40 bis 60 Prozent (je nach Studie). Nur etwas weniger als die Hälfte der erkannten verdächtigen Veränderungen in der Brustdrüse sind zudem tatsächlich Tumoren. Bessere Erkennungsraten erzielt man mit einer Kombination aus Tastbefund, Ultraschalluntersuchung und Röntgen-Mammographie.

Die MR-Mammographie setzt hier Maßstäbe und erreicht eine Genauigkeit (Sensitivität) von bis zu 99 Prozent. Das heißt, dass bis zu 99 Prozent der verdächtigen Veränderungen in der Brust gefunden werden. Und: Die dabei erkannten Raumforderungen sind zu etwa 80 Prozent tatsächlich Tumoren und zu 20 Prozent gutartige Veränderungen. Es gibt also weniger oft falschen Alarm.

Unser hochmodernes Kernspintomographie-Gerät arbeitet mit einem besonders starken Magnetfeld und erzeugt dadurch qualitativ hochwertige Bilder. Der Untersuchungsraum bietet ein ausgesprochen angenehmes Ambiente mit sanfter Raumbeleuchtung – und das MRT-Gerät wird nur von weiblichen Mitarbeiterinnen bedient.

Untersuchung

Darum sollten Sie sich untersuchen lassen

  • Das Brustkrebsrisiko steigt mit dem Alter an und frühe Krebsstadien sind gut behandelbar.
  • Ein Brustkarzinom kann lange Zeit ohne Symptome wachsen – die multiparametrische Bildgebung im MRT hilft, den Krebs frühzeitig zu finden.
  • Ein verdächtiger Befund in der MRT kann gezielt punktiert werden und erhöht die Trefferquote der Biopsie.
  • Wenn in der multiparametrischen MRT keine verdächtige Veränderung gefunden wird, so liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit kein aggressiver und damit relevanter Krebs vor.
  • Die MRT liefert wertvolle Informationen für Ihre individuelle Therapieplanung.
  • Die MRT kommt ohne schädliche Röntgenstrahlung aus, deshalb ist die Methode ideal geeignet für jüngere Patientinnen und für regelmäßige Kontrolluntersuchungen.

Mammographie im MRT: So werden Sie untersucht

Zunächst sprechen wir ausführlich mit Ihnen über ihre Vorgeschichte und über die bevorstehende Untersuchung. Für die Untersuchung schlüpfen Sie in den von uns zur Verfügung gestellten eleganten (Einmal-)Papier-Kimono – Ihre Oberbekleidung und Ihren BH lassen Sie bitte in der Umkleide.

Während der Untersuchung liegen sie auf dem Bauch. Die Brüste liegen in einer Vertiefung des Untersuchungstisches, der so genannten Mammaspule. Dabei wird die Brust nicht komprimiert – das ist wichtig für Implantat-Trägerinnen und für alle Patientinnen angenehm.

Die Untersuchung selbst dauert ca. 20 Minuten. Dabei können Sie über einen Kopfhörer Ihre Lieblingsmusik hören. Über eine dünne Kanüle am Arm verabreichen wir Ihnen während der Untersuchung ein gut verträgliches Kontrastmittel.

Für wen sich die MR-Mammographie besonders eignet

Die multiparametrische MR-Mammographie kommt sowohl bei der Vorsorge, im Rahmen einer Therapie als auch bei der Nachsorge zum Einsatz:

  • Die MR-Mammographie eignet sich für alle Frauen, die mit höchstmöglicher Sicherheit einen Brusttumor ausschließen möchten. Die MR-Mammographie benötigt im Gegensatz zur weniger präzisen konventionellen Methode keine Röntgenstrahlung, was gerade bei jüngeren Frauen wichtig ist.
  • Wenn in Ihrer Familie Fälle von Brustkrebs bekannt sind, sollten Sie sich bereits vor dem 50. Lebensjahr untersuchen lassen. Die MR-Mammographie ist die dafür genaueste und verträglichste Methode.
  • Die MR-Mammographie kann zur Verlaufskontrolle nach einer Brustkrebstherapie eingesetzt werden.
  • Eine sehr hohe Sicherheit bietet die MR-Mammographie auch bei der Untersuchung von Brustimplantaten. Gerade in der Umgebung der Implantate ist eine herkömmliche Mammographie oft nicht aussagekräftig genug.
  • Nach einer Brustoperation kann mithilfe der MR-Mammographie sehr gut zwischen Narbe und Tumor unterschieden werden. Dies ist ein bedeutsamer Unterschied zur herkömmlichen Röntgen-Mammographie.
  • Falls bei Ihnen bereits ein Brusttumor vorgelegen hat, kann die MR-Mammographie sehr sicher das Vorliegen eines erneuten Tumors ausschließen.

Was bedeutet „multiparametrisch“?

Die multiparametrische MRT der Brust besteht aus einer Kombination verschiedener MRT-Parameter, um Schlüsselfaktoren der Krebsentstehung darzustellen. Dies ermöglicht eine signifikant verbesserte Brustkrebsdiagnostik. Die multiparametrische MRT vermeidet zwei Drittel aller bisher unnötig durchgeführten Brustbiopsien und stellt einen wichtigen Schritt in Richtung personalisierte Medizin dar.

  • Hochauflösende Bildgebung: Durch die hochaufgelöste Bildgebung in unserem 3-Tesla-MRT wird die Anatomie der Brust und der Umgebungsstrukturen in mehreren Ebenen exakt dargestellt.
  • Diffusionsgewichtete Bildgebung: Die Diffusionsbildgebung zeigt die Bewegung der Wassermoleküle im Gewebe. Tumorgewebe schränkt – unter anderem durch die erhöhte Zelldichte – die Beweglichkeit der Wassermoleküle ein. Die Bildgebung zeigt hier die Unterschiede zum normalen Gewebe an. Das Ausmaß der Diffusionseinschränkung wird berechnet und in Form von Parameterkarten dargestellt.
  • Perfusionsbildgebung: Die Anflutung des Kontrastmittels im Gewebe hängt unter anderem von der Beschaffenheit der kleinsten Tumorgefäße ab. Im Tumorgewebe entstehen unkontrolliert neue Gefäße und der Tumor ist aufgrund seines erhöhten Nährstoffbedarfs stark durchblutet. Die Verteilung des Kontrastmittels im Gewebe über einen Zeitraum von ca. fünf Minuten lässt Rückschlüsse auf mögliches Tumorgewebe zu.

Kosten der MR-Mammographie

Die private Krankenversicherung übernimmt normalerweise die Kosten für die Untersuchung. Gesetzlich Versicherte haben leider nur im Ausnahmefall einen Anspruch auf Kostenerstattung, können die Untersuchung aber auch selber bezahlen. Bei der Berechnung halten wir uns selbstverständlich strikt an die gesetzliche Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).

Aktiv in die Gesundheitsvorsorge für sich und seine Lieben zu investieren ist eine sehr persönliche Entscheidung. Sie haben Fragen? Unter der Telefonnummer 0941 946 866 0 erhalten Sie von uns weitere Informationen über unsere Vorsorgeuntersuchungen, und wir erstellen Ihnen auf Wunsch einen detaillierten Kostenvoranschlag. Gerne vereinbaren wir auch einen Termin für Ihre persönliche Untersuchung.

Sie finden die Privatradiologie in der Hohengebrachinger Str. 26 in 93080 Pentling sowie im Internet unter www.privatradiologie-regensburg.de. Wir behandeln Privatversicherte, Patienten nach Arbeitsunfällen (BG-Fälle) und Selbstzahler – Termine gibt es in der Regel innerhalb weniger Tage. Telefonisch erreichen Sie uns unter 0941 946 866 0 sowie per E-Mail über info@p-radiologie.de.

Unsere Sprechzeiten: Mo-Do 08:00–18:00, Fr 08:00–14:00 sowie nach Vereinbarung.