Im Gespräch mit dem Praxisgründer

„Diagnostik beginnt beim Zuhören.“

Dr. med. univ. Gerald Retzl spricht über seinen Weg zur eigenen Radiologiepraxis, den Faktor Zeit und darüber, warum ein Befund immer zum Menschen passen muss.

Dr. med. univ. Gerald Retzl, Leiter der Privatradiologie Regensburg
Dr. med. univ. Gerald RetzlFacharzt für Diagnostische Radiologie
Ärztliches Profil

Erfahrung aus Klinik und Praxis.

Der gebürtige Wiener kam 2002 nach Regensburg. Nach seiner Facharztausbildung sammelte er über viele Jahre umfassende klinische und diagnostische Erfahrung, bevor er die Privatradiologie Regensburg gründete.

01 · AUSBILDUNG

Radiologie in Regensburg

Seine Facharztausbildung absolvierte Dr. Retzl unter anderem am Universitätsklinikum Regensburg und bei den Barmherzigen Brüdern Regensburg.

02 · ERFAHRUNG

Unterschiedliche klinische Perspektiven

Als Radiologe arbeitete er in verschiedenen Praxen und Kliniken in Süddeutschland und Österreich und lernte dabei zahlreiche medizinische Abläufe und Versorgungskonzepte kennen.

03 · SCHWERPUNKTE

Ganzheitlich beurteilen

Zu seinen Kernkompetenzen gehören die muskuloskelettale Schnittbilddiagnostik und die Neuroradiologie – mit dem Anspruch, Befunde stets im gesamten klinischen Zusammenhang zu betrachten.

Herr Dr. Retzl, warum haben Sie eine eigene Radiologiepraxis gegründet?

Dr. Gerald Retzl: Nach vielen Jahren in verschiedenen Kliniken und Praxen hatte ich die Erfahrung gesammelt, um diesen Schritt zu wagen. Ich wollte als Arzt und Radiologe so arbeiten, wie ich es für meine Patientinnen und Patienten als optimal empfinde. Die eigene Praxis gab mir die Möglichkeit, Medizin, Technik und persönliche Betreuung nach diesem Anspruch zu verbinden.

Was unterscheidet Ihre Praxis von anderen?

Dr. Gerald Retzl: Wir nehmen uns Zeit – besonders auch für Menschen, die vor einer Untersuchung Sorge haben oder besondere Bedürfnisse mitbringen. Ganz wichtig ist mir, genau zuzuhören. Dadurch erfahre ich oft Dinge, die helfen, mögliche Diagnosen in den Bildern besser einzuordnen.

Warum ist Zuhören für einen Radiologen so wichtig?

Dr. Gerald Retzl: Ein Bildbefund darf nie losgelöst vom Menschen betrachtet werden. Wenn ich die Beschwerden, den Verlauf und die individuelle Situation genau kenne, kann ich besser beurteilen, ob das, was auf den Bildern zu sehen ist, tatsächlich zum klinischen Beschwerdebild passt.

Was bedeutet „Menschen behandeln und nicht die Bilder“ konkret?

Dr. Gerald Retzl: Ein deutlich verändertes Gelenk im MRT muss nicht automatisch dieselbe Behandlung nach sich ziehen. Entscheidend ist auch, wie stark die betroffene Person im Alltag eingeschränkt ist. Umgekehrt können kleinere Veränderungen große Beschwerden verursachen. Deshalb muss die Bildgebung immer gemeinsam mit der klinischen Situation verstanden werden.

Welche Rolle spielt das persönliche Befundgespräch?

Dr. Gerald Retzl: Patientinnen und Patienten sollen nachvollziehen können, was untersucht wurde und was die Bilder zeigen. Deshalb bespreche ich die Ergebnisse persönlich und möglichst verständlich. Mir ist wichtig, dass dabei auch Zeit für Fragen bleibt.

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Medizinischer Hinweis: Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle ärztliche Beratung oder Untersuchung.